Warum wir jetzt erst begreifen, dass LED ein echter Fortschritt in der MW-Aquaristik sein kann.

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Noch vor kurzer Zeit war auch unsere Meinung, dass LED eher ein Rückschritt gegenüber HQI oder T5 darstellte, was Ausfärbung, Wachstum und Gesundheit von Korallen betraf. Nun kann man das aber auch einmal von einer ganz anderen Seite betrachten. Dieses wollen wir im folgenden Artikel versuchen.

Gesundes Wachstum, tolle Farben und ein wunderbares Polypenbild. So wünscht sich jeder SPS-Liebhaber seine Tiere.

Aber nach dem ersten LED-Hype, welcher vor allem mit dem Energiesparthema argumentierte, kam für viele die Ernüchterung. Die Tiere wollten anscheinend nicht so recht darunter gedeihen. Der Schuldige war schnell gefunden, nämlich das „falsche“ Spektrum der LED-Lampen. Das Thema kam nun auf, da so wurde auch von uns propagiert, HQI und T5 automatisch das „Richtige“ Spektrum abliefert. Sozusagen Bauart bedingt. Und man konnte an den Lampen nichts einstellen. Also auch hier keinen Fehler machen.

Aber was ist, wenn man das ganze nun anders herum betrachtet ?

Nun muss man sich einmal anschauen, welches Spektrum denn nun von HQI oder T5 in der Standardbestückung geliefert wird und da wird man feststellen, dass dieses tendenziell Tageslichtspektren der oberen Wasserschichten sind. Also sagen wir bis ca. 15m. Die Tiere wurden automatisch über Jahre nach diesem Licht „selektiert“. Dieses geschah oft unbewusst, da seien wir ehrlich, eben auch Tiere per „überlebt“ oder „überlebt nicht“ zwangsausgemustert wurden.

Das Ergebnis war nun eine Selektion an Tieren, welche eben mit diesem Licht klar kamen.

Nun wurden diese „Vorselektierten“ Tiere oft einem wesentlich blaulastigeren Licht ausgesetzt und es fand ein erneuter, ungewollter Selektionsprozess statt. Das man nun am Spektrum spielen konnte, machte die Sache natürlich nicht besser.

Betrachtet man nun aber die Möglichkeiten, welche sich mit LED eröffnen so, dass man nun das Spektrum entsprechend der Tiere, welche man Pflegen möchte optimiert einstellen kann, so ist LED unschlagbar in seinen Vorteilen gegenüber den konventionellen Beleuchtungssystemen.

Z.B. werden beim US-Style System bewusst Korallen aus tieferen Regionen (ca. 30m Tiefe) ausgesucht, weil diese eben Nutzfluoreszenz ausbilden und damit spektakuläre Ausfärbungen zeigen können. Hier kann mittels LED-Beleuchtung sehr gut die natürliche Beleuchtung aus dieser Tiefenregion simuliert werden. Dazu kommt natürlich, das diese Korallen in der Tendenz mehr Plankton aufnehmen als die Tiere der oberen Riffregionen. Mit diesem auch mehr Nährstoffe, wie z.B. PO4. Daher wird dieser Umstand z.B. vom Prime Frag System auch berücksichtigt. Auch können dabei etwas höhere Nährstoffwerte gefahren werden.

Blaues Licht ist hier also die „natürlichste“ Beleuchtung, welche wir dieser Art von Acroporen geben können. Nur durch unsere jahrelange Haltung unter tageslichtähnlichen Systemen und damit verbunden der dazu passenden Tiere, klingt dieser Umstand zunächst befremdlich.Man muss hier umdenken lernen.

Fazit:
Bereits in der Vergangenheit wurde, bedingt durch die recht korsettiven,Beleuchtungssysteme eine Selektion bei den Korallen vorgenommen. Einige wollten nicht gedeihen, was vielleicht auch daran gelegen haben könnte, das diese aus tieferen Regionen kamen. Das Gleiche könnte mit den vorselektierten Korallen, welche so illuminiert wurden, beim Wechsel auf LED (nicht nur aber auch) passiert sein.
Betrachtet man diesen Umstand einmal aus der geschilderten Perspektive wird klar, das es nicht ein Licht für alle Korallen geben kann. Wählt man nun bewusst Korallen aus gewissen Tiefenregionen aus und bietet Ihnen das notwendige Licht und die notwendige Nährstoffversorgung, könnten solche „Versuchsausfälle“ in Zukunft vermieden werden. Mehr noch, mit LED kann nun wesentlich flexibler das passende Spektrum eingestellt werden. LED sind also doch ein echter Fortschritt, aber eben völlig anders, als es zu Anfang gedacht war.

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Autor Immo Gerber

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