Teil 2 unserer Vlieserserie: Der Rollermat Compact I

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Der Rollermat Compact kommt von Theiling, einer Firma welche ja durch Ihren Rollermat bereits den meisten Lesern, zumindest in punkto Vliesfilter, ein Begriff sein dürfte. Obgleich dieser bereits bewährt und daher auch gut konstruiert war, sah Theiling trotzdem noch Verbesserungsmöglichkeiten, welche nun in das neue Kompaktmodell eingeflossen sind. Die Details dazu erfahrt Ihr im folgenden Artikel.

Zum ersten Mal konnten wir Ihn auf der diesjährigen INTERZOO in Nürnberg bewundern. Dort, auf dem Messestand von Theiling hatte der „Kleine“ bereits seinen „großen“ Auftritt und zog die vorbei strömenden Menschen wie ein Magnet an.

Ein noch kompakterer Rollermat, darauf hatten wohl so einige Aquarianer gewartet. Als uns dann Herr Dr. Schlüter von der Fa. Theiling auch noch den avisierten Preis dazu mitteilte, waren wir uns sicher, der kleine kommt ganz groß raus.

Nun schauen wir uns den Filter einmal näher an und starten mit den nüchternen Zahlen, Daten und Fakten:

Bei den Höhenangaben gibt der Hersteller an, für das problemlose Wechseln der Rollen, weitere 10cm Platzbedarf mit einzurechnen. D.h. es müssen z.B. im Unterschrank mind. 62cm lichte Höhe vorhanden sein. Zudem muss beachtet werden, dass der Filter max. 10cm eingetaucht betrieben werden sollte. Warum das so ist, zeigen wir in der weiteren Vorstellung.

Der Filter kommt komplett vormontiert an. Man muss also nicht Hand anlegen und er ist sofort einsatzbereit.
Als Zubehör sind lediglich Anschlussstücke (Adapter) für den Zulauf und die Stromversorgung beiliegend. Eine Vliesrolle ist bereits vormontiert und gehört mit zum Lieferumfang.

Positiv ist zu erwähnen, dass eine Anleitung in deutsch beiliegt. Heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

Was uns als erstes aufgefallen ist, wenn man sich den Filterbody genauer anschaut, sind die angevouteten Seitenwände.

Die dadurch trichterförmige Geometrie soll die Ansammlung von Detritus am Boden verhindern, wie dieses manchmal z.B. beim Rollermat berichtet wurde. Durch die Zwangsführung des Wassers durch den zentralen Ablauf, sollte dieses auch sicher funktionieren. Der einzige kleine Nachteil dieser Konstruktion, bei welchem aus unserer Sicht aber die Vorteile überwiegen, ist die sich daraus ergebende, geringere Eintauchtiefe.
Da ja das Wasser per Schwerkraft aus dem Filter laufen muss, sollte dieser nun nicht wesentlich tiefer als 10cm unter Wasserspiegel (bemessen vom Bodenablauf) betrieben werden, da ansonsten (kommunizierende Röhre) die Leistung / Durchsatz des Filters durch den zu großen Gegendruck nachlässt.

Diese Konstruktionsart vereint aber mehrere Vorteile. Zum einen wird hocheffektiv wirklich der gesamte Detritus aus dem Becken befördert und bleibt eben nicht, wie bei anderen Konstruktionen, am Boden liegen. Dieser wird bei den anderen Bauarten (flacher Boden) auch nicht vom Filter aus dem Wasser geholt. Er verbleibt also im Filter, bis eine Reinigung der Einheit den Austrag aller in den Filter gelangten Partikel aus dem Wasser sicherstellt. Mit dieser Konstruktion wird eine bessere Reinigungsleistung bei gleichzeitig geringerem Wartungsaufwand, erzielt.

Die Rollen werden in eine starre Schale, welche als Halterung fungiert, einfach eingelegt. Das ganze macht die Konstruktion zwar etwas „sperriger“ und nicht ganz so flexibel bezüglich Platzverhältnissen und Anschlüssen, dafür aber ultrarobust und einfach in der Anwendung. Ein echtes Arbeitspferd also, ohne fluchendes Gefummel oder kurzlebige Bauteile. Man könnte sagen, der ganze Trick des neuen Rollen und Vorschub – managements ist „keep it simple“.

Gleiches gilt für den Rollenwechsel als solchen, genauso wie für die Reinigung. Es ist einfach eine sehr durchdachte und robuste Konstruktion. Somit kann mit wenigen (wenige heißt hier exakt Drei) Handgriffen das ganze auseinander gebaut werden. Rollenwechsel und Reinigung des Filters gestalten sich damit zum Kinderspiel.

Hinsichtlich der Anschlüsse ist man beim Rollermat etwas eingeschränkter. Es gibt nur eine Möglichkeit, und die ist oberhalb des Filters. Das ganze ist konstruktionsbedingt und gehört somit in die Rubrik, welche wir weiter oben beschrieben haben. Auch hier sehen wir die Vorteile dieser Art der Konstruktion trotzdem vorne. Sprich für Anwender, welche den notwendigen Platz zur Verfügung haben die der Theiling Compact I fordert, schöpfen auch seine Vorteile voll aus.

Von den Anschlüssen an sich ist man dann aber wieder recht flexibel. Zudem besitzt auch der Compact I einen Notüberlauf. Es wurde also auch hier an alles gedacht.

Ferner gibt es ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des kleinen Theiling welches nicht unerwähnt bleiben soll. Und zwar ist er der einzige der drei Testkandidaten, welcher auch, zumindest theoretisch, extern betrieben werden könnte. Durch seine Eigenschaft, als einziger in der hier vorgestellten Testreihe über einen monolithisch hergestellten Filterkörper zu verfügen, garantiert dieser absolute Wasserdichtheit. Die Anschlüsse im Zulauf gehen zentral in den Filter und sind daher über jeden Zweifel hinsichtlich Sicherheit, erhaben. Der zentrale Ablauf müsste dann über einen entsprechenden Ablauf angeschlossen werden, ebenso der Notüberlauf.

Fassen wir also die Möglichkeiten für den Betrieb des Filters kurz zusammen:

1) Eingehängt am Beckenrand (Hauptbecken oder Technikbecken) möglich bis 12mm Glasstärke.
Daraus kann man schon in etwa die Eignung für die max. Liter des Aquariums ableiten, also so
bis zur 500l Klasse.

2) Aufgestellt im Technikbecken. Hier wird dann mehr Platz notwendig.

3) Extern über dem Haupt- oder Technikbecken

Bei den ersten beiden Varianten müssen die max. Eintauchtiefe ( wie bereits weiter oben beschrieben), bedacht werden. Natürlich ist es bei der zweiten Variante möglich, den „Hocker“ weiter zu unterbauen und somit auch bei einem höheren Wasserstand im TB (welchen die Meisten wohl haben werden), die 10cm einzuhalten. Oder man verzichtet auf den Hocker und wählt z.B. eine Konstruktion mit Lichtrasterplatten.

Kommen wir zum Vliesvorschub. Dieser folgt dem Duktus der Gesamtkonstruktion. Robust, einfach aber clever gelöst. Die Verbrauchsrolle wird in das Getriebezahnrad (sie selbst verfügt über ein ebensolches) einfach eingelegt. Damit entsteht die notwendige, kraftschlüssige Verbindung beim Auslösen des Vortriebmotors. Dieser wird, wie bei den meisten Vliesfiltern auch hier wasserstandsabhängig über einen fix eingebauten, mechanischen Schwimmerschalter, gesteuert.

Zudem verfügt auch der Rollermat Compact I über eine zusätzlichen Schalter, mit welchem der Rollenvorschub auch manuell ausgelöst werden kann.

Unser Fazit zum Rollermat Compact I:

Mit dem kleinen Bruder des bekannten Rollermaten ist Theiling eine konsequente Weiterentwicklung gelungen. Es wird deutlich, dass man hier auf eine inzwischen doch recht langen Erfahrungshorizont mit diesem Filtertyp zurückgreifen konnte. Das ganze kondensiert sich dann in einigen wenigen, aber sehr dezidierten Verbesserungen, welche die Effizienz, das Handling und den Betrieb merklich verbessern. Auch wurde eine stringente Linie beim Design verfolgt und klar abgewogen. Man will nicht jedwede Rahmenbedingung berücksichtigen, dafür aber einen robusten und guten Filter abliefern. Und das ist Theiling auch ohne wenn und aber gelungen. Der empfohlene UVP ist ebenfalls eine Kampfansage. Von daher prophezeien wir dem „Kleinen „ eine glänzende Zukunft.

Da im Namen des Compact eine „I“ steht, könnte es sein, dass hier zukünftig noch weitere Modelle geplant sind. Wir bleiben dran 🙂

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Autor Immo Gerber

www.salzwasserwelten.de

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Theiling Rollermat Compact I

199
Theiling Rollermat Compact I
9.1

Verarbeitung

10.0 /10

Handhabung

10.0 /10

Preis / Leistung

9.5 /10

Einbaumöglichkeiten

7.0 /10
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